Geschichte

Erstmals erwähnt wurde die Stadt Petershagen, genauer deren Vorläufer Huculvi als Karl der Große im Jahre 784 durch ein Hochwasser an der Überquerung der Weser gehindert wurde. Der Ortsteil Lahde wird 1168 erstmals urkundlich erwähnt, jedoch lassen 2005 durchgeführte Ausgrabungen den Schluß zu, das auch diese Weserseite bereits im 8 Jahrhundert besiedelt war.
 

 

Im Jahre 1306 erbaute der Mindener Bischoff Gottfried von Waldeck an der Weser bei Hokeleve, dem alten Huculvi, eine Burg, die er nach dem heiligen Petrus, dem Schutzpatron des Bistums Minden, Petershagen benannte.

 

Als das Fürstbistum Minden 1648 durch den Westfälischen Frieden brandenburgisch wurde, huldigten 1650 die Stände des Fürstentums Minden dem Großen Kurfürsten im Schloß Petershagen, das bis 1669 Sitz der brandenburgischen Regierung des Fürstentums Minden blieb und von 1649 bis 1659 Residenz des brandenburgischen Statthalters war.

 

 

Nach den Befreiungskriegen wieder unter preußischer Verwaltung, wurde das alte Amt Petershagen aufgelöst. Rechts der Weser blieb der bis dahin Königlich-Westfälische Kanton Windheim als Königlich-Preußisches Amt des neuen Kreises Minden bis 1972 erhalten.

 

 

Links der Weser wurde aus der früheren Vogtei Hofmeister das neue Amt Petershagen gebildet. Das Amt Schlüsselburg, um die meisten seiner Dörfer auf der rechten Weserseite verkleinert, blieb bis zum Jahre 1934 bestehen, in dem es auf die Ämter Petershagen und Windheim aufgeteilt wurde.

Ein erster Schritt zur Bildung der heutigen Stadt Petershagen erfolgte durch den Bau der Weserbrücke im Jahre 1970.